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Re: EU-Import, Stimme der Kritiker

Verfasst: 18. Oktober 2010 12:18
von Klinke
Frei ist doch auch jeder in der EU. :o

Zum Thema Re-Import sehe ich eben die mageren Gewinne gegenüber deutschen Modellen.
Händler müssen sich mit polnischen Gewinnen (rein hypothetisch) zufrieden geben während jeder Einzelne von uns sicherlich ein deutsches Gehalt bekommen möchte.
Aber was ich erwarte muss ich ja noch lange nicht meinem Händler gönnen. 8)

Danke picomint. Scheinbar bin ich für maba dazu verdammt keine eigene Meinung als Mitglied des Forums mehr vertreten zu dürfen.
Als Moderator habe ich ausschließlich Sklave der User zu sein. :oops:

Re: EU-Import, Stimme der Kritiker

Verfasst: 18. Oktober 2010 12:31
von mojo73
Der Sinn diese Threads liegt bestimmt nicht darin sich gegenseitig herablassende Bemerkungen an den Kopf zu werfen. Etwas mehr Respekt voreinander darf man doch von Erwachsenen Leuten wohl erwarten - auch wenn man unterschiedlicher Meinung ist.

Re: EU-Import, Stimme der Kritiker

Verfasst: 18. Oktober 2010 12:40
von picomint
@neuhesse: Grauimport ist die fachliche korrekte Bezeichnung für den Vorgang und nur diese Bezeichnung wird diesem speziellen Import gerecht.

Diese Nutzung der Möglichkeit des grauen Imports ist eine Ausnutzung der noch bestehenden Differenzen in den Lebenshaltungskosten und Löhnen, zwischen den EU-Staaten. Dass heißt konkret, man verschafft sich einen Vorteil durch den grauen Import, da die Ware für ein anderes Bestimmungsland produziert wurde, in dem die Lebenshaltungskosten und Löhne geringer sind. Damit trägt man u. U. aber auch zu Verteuerung des Produkts bei, da der Hersteller seine Ware in den einzelnen Staaten unterschiedlich stark subventionieren muss - wegen der dort herrschenden Wettbewerbssituation.

Grauimporte sind ein Mangel im System des freien Warenverkehrs, ein vorübergehender Zustand, da sich Lebenshaltungskosten und Löhne angleichen und somit auch die Kosten für Waren angleichen. Das es Grauimporte überhaupt gibt liegt an der europäischen Gesetzgebung, die es den Herstellern verboten hat Grauimporte schlechter zu behandeln. Doch nur weil es juristisch in Ordnung ist, muss es nicht wirklich in Ordnung sein, weil es die Ausnutzung eines vorübergehenden Systemmangels ist.

Re: EU-Import, Stimme der Kritiker

Verfasst: 18. Oktober 2010 12:41
von ThomasB.
@mojo: Da hast Du komplett Recht.

@picomint: Wo hört der Mod auf, und wo fängt der "normale User" an? Ich finde, das kann man nur sehr schwer trennen. Und bei Klinke kann ich persönlich es gar nicht auf Anhieb sehen. Mal so, mal so... :roll:

Re: EU-Import, Stimme der Kritiker

Verfasst: 18. Oktober 2010 12:43
von neuhesse
Was mager ist, sollte jeder Käufer selbst für sich entscheiden.

Ob Händler sich wirklich nur mit "polnischem" zufrieden geben müssen, naja ich weiß nicht. Und wenn ich sehe wie viele AN mit 'nem Appel und 'nem Ei auskommen müssen.

Nicht zu unterschätzen sind die Hersteller. Die üben immer mehr Druck auf die :D aus, die mischen sich immer mehr ins Kundengeschäft ein, kommen mit immer mehr Vorgaben. Das ist meiner Meinung nach nicht gut.

Re: EU-Import, Stimme der Kritiker

Verfasst: 18. Oktober 2010 12:43
von ThomasB.
Im übrigen sind "Grauimporte" und "Reimporte" nicht das gleiche. 8) http://de.wikipedia.org/wiki/Parallelimport

Re: EU-Import, Stimme der Kritiker

Verfasst: 18. Oktober 2010 12:45
von neuhesse
@ picomint

Ich habe eine andere Definition für "Grauimport":

"Als Parallelimport (abwertend auch Grauimport) bezeichnet man den meist gewerblichen Import von im Ausland produzierten Waren, auf einem Vertriebsweg, der nicht vom Hersteller autorisiert wurde. Das Vertriebsnetz des Herstellers im Inland wird dabei absichtlich umgangen, weil sich die Ware im Ausland aufgrund der Preispolitik des Herstellers oder steuerlichen Unterschieden günstiger erwerben lässt."


Warum kommen EU-Importe in D auch aus Skandinavien und den Niederlanden? Da greift deine Begründung mit den Löhnen und Lebenshaltungskosten nicht.

Re: EU-Import, Stimme der Kritiker

Verfasst: 18. Oktober 2010 12:48
von picomint
@neuhesse: Du postest eine kopierte Definition, ich habe in freien Worten eben mehr Inhalt transportiert. Was an dem Vorgang grau ist, habe ich ja deutlich benannt: die Ausnutzung eines vorübergehenden Systemmangels. Was ist daran falsch?

Re: EU-Import, Stimme der Kritiker

Verfasst: 18. Oktober 2010 13:06
von Der Thüringer
Ist etwa das halbe Jahr wieder um? :-?

Gruß!

Re: EU-Import, Stimme der Kritiker

Verfasst: 18. Oktober 2010 13:10
von neuhesse
@ picomint

Sorry, du warst mit deinem Post schneller als ich mit meiner Ergänzung. Deswegen hier noch mal.
Warum kommen EU-Importe in D auch aus Skandinavien und den Niederlanden? Da greift deine Definition mit den Löhnen und Lebenshaltungskosten nicht.
picomint hat geschrieben:Grauimport ist die fachliche korrekte Bezeichnung für den Vorgang und nur diese Bezeichnung wird diesem speziellen Import gerecht.
Ich finde die Definition in Wiki treffender. Zumindest nach meinem Verständnis für einem Grauimport.

Der Begriff "Grauimport" enstand in einer Zeit, als der freie Warenverkehr in Europa noch nicht existierte, bzw. so geregelt war wie heute. Als es auch noch gesetzliche Hürden dafür gab. Entsprechend verbinden nicht wenige mit dem Begriff die Umgehung von Gesetzen, die Ausnutzung von Lücken. Halt eben etwas halbseidenes, nicht erwünschtes, vielleicht sogar verbotenes. Nur ist ein EU-Import weder das eine noch das andere davon.

Das ein freier Bürger die Vorteile der EU für sich nutzt, finde ich völlig okay.
Machen die Autohersteller ja auch. :wink:

P.S. Hervorhebung durch mich.